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| Akupunktur | ||
| (erstellt am: 25.08.2009 - letzte Änderung:25.08.2009 - aufgerufen: 1506 Mal) | ||
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Neues zur Akupunktur Schon lange gibt es widersprüchliche Meinungen und Aussagen zur Wirkung der Akupunktur bei verschiedenen Erkrankungen. Jetzt liegt eine Metaanalyse (s. d.) der Cochrane Collaboration (s. u.) zu dieser Frage vor. Grundlage der Akupunkturbehandlung ist das Einstechen feiner Nadeln in bestimmte Hautpunkte, die auf genau definierten Meridianen liegen, das sind Hautareale, die inneren Organen zugeordnet werden und deren Lokalisation auf den jahrhundertealten Erfahrungen chinesischer Heiler beruht. In Kursen in Deutschland oder auch in China haben auch viele deutsche Ärzte die Technik der Akupunktur erlernt und wenden sie bei sehr unterschiedlichen Krankheiten an. Ein häufiges Anwendungsgebiet sind chronische Schmerzen. Mit diesem Verfahren wurden aber auch Narkosen durchgeführt. Es wurden also die Daten von 6.736 Patienten in 33 Studien ausgewertet. Die Untersucher kamen zu dem Schluss, dass bei der vorbeugenden Behandlung der Migräne und des Spannungskopfschmerzes die Akupunktur wirksam ist. Im Vergleich hatten die Patienten mit der Nadeltherapie weniger Kopfschmerzen als diejenigen, die nur Schmerzmittel bekommen hatten. Auch andere vorbeugend gegen Migräne eingenommene Medikamente waren weniger wirksam. Diese Wirkung wurde allerdings auch beobachtet, wenn die Nadeln nicht nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin eingestochen wurden. Bei der Behandlung des Spannungskopfschmerzes war die „echte“ Akupunktur der „falschen“ leicht überlegen. Wodurch Akupunktur wirkt, ist nach wie vor nicht geklärt. Man vermutet eine Wirkung wie bei einem Plazebo (s. d.). Der Vorteil liegt auch darin, dass die Akupunktur weniger Nebenwirkungen hat. Cochrane Collaboration: Internationales Netzwerk von Wissenschaftlern, Ärzten und Methodikern zur Erstellung, Verbreitung und Aktualisierung von systematischen Übersichtsarbeiten. Diese sind gedacht für im Gesundheitswesen tätige Menschen. Für diese gibt es dadurch eine aktuelle, wissenschaftlich fundierte Informationsgrundlage. Die Organisation ist von der Industrie unabhängig und finanziert sich durch Spenden: In Deutschland in letzter Zeit durch die Bundesministerien für Bildung und Forschung so wie für Gesundheit. Auch die Universität Freiburg ist gehört zu den Spendern. Spannungskopfschmerz: Kopfscherzen, die durch erhöhte Spannung der Kopf- und Halsmuskulatur verursacht werden. Es gibt keine einheitliche Ursache. Das Spektrum reicht von Halswirbelsäulenveränderungen bis zu psychischen Störungen. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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Quelle: Deutsches Ärzteblatt .Jahrgang 106, Heft 5. Januar 2009 MSD-Manual | ||
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