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Aldosteron |
| (erstellt am: 14.02.2007 - letzte Änderung:04.02.2008 - aufgerufen: 708 Mal) |
Aldosteron ist ein Hormon aus der Nebennierenrinde. Es bewirkt eine verstärkte Ausscheidung von Kalium und eine verminderte Ausscheidung von Natrium (Kochsalz) über die Niere. Durch das Zurückhalten von Kochsalz und damit Wasser im Körper erhöht sich der Blutdruck. In manchen Organen, z.B. Herz und Gefäßen, bewirkt es ein verstärktes Bindegewebswachstum.
Wann wird Aldosteron verstärkt ausgeschüttet? Alle Situationen mit Wasser- und Kochsalzverlust sowie zu niedrigem Blutdruck bewirken eine verstärkte Produktion dieses Hormons. Zum Beispiel: - Schwere Verbrennungen mit Eiweiß- , Wasser- und Salzverlust über die verbrannte Hautfläche und
- alle schweren Durchfallerkrankungen mit Wasser- und Salzverlust (Typhus, Cholera, Salmonellosen, aber auch einheimische, virusbedingte Durchfallerkrankungen).
In diesen Situationen profitiert der Organismus von der Hormonwirkung. Es gibt aber Krankheiten, bei denen sich dieser sinnvolle Mechanismus schädlich auswirkt: Bei einer Herzmuskelschwäche kann das Herz wegen verminderter Pumpleistung nur noch einen niedrigen Blutdruck aufbauen. Auch jetzt wird wegen des niedrigen Drucks vermehrt Aldosteron ausgeschüttet. Das ist vom Organismus gut gemeint, um den Blutdruck zu erhöhen, hat aber zur Folge, dass vermehrt Wasser und Kochsalz zurückgehalten werden und der Mensch in eine Überwässerung mit dicken Wasserbeinen und Bauchwassersucht gerät. Wenn das Wasser in die Lunge gelangt, entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand mit einem Lungenödem. Eine solche Fehlleistung des Organismus ist mit „Bordmitteln“ nicht mehr in den Griff zu bekommen. Hier helfen nur noch Medikamente, die stark entwässernd und herzstärkend wirken. Eine bekannte Substanz mit guter wassertreibender Wirkung ist Furosemid, Handelsname zum Beispiel Lasix. Es gibt auch als Medikament direkte Gegenspieler vom Aldosteron, die eine ähnliche, aber langsamer einsetzende, Wirkung haben wie das Furosemid: Spironolacton, Handelsname Aldactone. Je nach Ursache der Herzschwäche kann auch eine Herzoperation notwendig werden.
Gunther Warnecke, Hamburg |
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Silbernagl/ Despopoulos: Physiologie
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