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| Amalgam-Füllungen | ||
| (erstellt am: 04.12.2007 - letzte Änderung:09.05.2008 - aufgerufen: 784 Mal) | ||
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Eine alte Frage: Ist Quecksilber in Zahnfüllungen gefährlich? Quecksilber wird aus Amalgamfüllungen in dreierlei Form freigesetzt, einmal als Gas, zum anderen als Amalgam-Abrieb und in Form von Quecksilbermolekülen. Das Gas wird über die Lungen eingeatmet, auf diesem Weg gelangen etwa 80 Prozent des Gases in den Organismus. Der Abrieb wird ausgeschieden, von den Molekülen werden ungefähr 10 Prozent über die Darmschleimhaut aufgenommen. In den Organen stellt sich ein gewisses Konzentrationsgleichgewicht ein, bei erneuter Belastung – Besuch beim Zahnarzt – kommt es vorübergehend zu einer verstärkten Ablagerung, die aber durch vermehrte Ausscheidung über die Nieren wieder beseitigt wird. Alle diese geringfügig erhöhten Quecksilberkonzentrationen verursachen keine Vergiftungserscheinungen. Der Sicherheitsabstand zwischen den durch Amalgam verursachten Konzentrationen und den bei beruflicher Belastung noch erlaubten ist groß. Das kindliche Gehirn ist während der Entwicklungszeit im Mutterleib besonders empfindlich. Deshalb wurden 500 Schulkinder, von denen nur die eine Hälfte Amalgamfüllungen hatte, bis zu 7 Jahre auf Schädigung der Nerven und des Gehirns untersucht. Zwischen den beiden Gruppen war ein Unterschied nicht erkennbar. Wenn ein Mensch 10 Füllungen mit Amalgam hat, liegt die aufgenommene Tagesdosis bei einem Viertel der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlaubten Menge. Isst dieser Mensch pro Woche noch zusätzlich zwei (mit Quecksilber belastete) Fischmahlzeiten, wird ebenfalls die Tageshöchstgrenze noch nicht erreicht. Ein „Ausleiten“ von Quecksilber ist nicht notwendig. Möchte man trotzdem auch die niedrige Metallbelastung vermeiden, genügt es, die Füllungen entfernen zu lassen. Nach einem Jahr liegen dann die Konzentrationen niedriger als man es mit einer „Ausleitung“ erreichen könnte. Auch das Ausbohren der Amalgamfüllungen führt nur vorübergehend zu einer leichten Erhöhung der Quecksilberwerte im Blut. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: Arzneimittel-, Therapiekritik, 4. Jahrgang 2007 | ||
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