Arterie
(erstellt am: 13.02.2007 - letzte Änderung:04.02.2008 - aufgerufen: 685 Mal)
Eine Arterie, die auch Schlagader oder Pulsader genannt wird, ist ein Blutgefäß, das sauerstoffreiches Blut vom linken Herzen in den Körper zu den Organen und Geweben transportiert. An den großen Arterien ist der Puls des Herzens deutlich spürbar: am Hals, in der Achsel, am Handgelenk, in der Leiste. Nur die Arterie des Lungenkreislaufs transportiert sauerstoffarmes Blut vom rechten Herzen in die Lunge.
Die Arterien besitzen in ihrer Wand viele elastische und Muskelfasern. Dadurch sind sie in der Lage, das vom Herzen in der Austreibungsphase (Systole) ausgeworfene Blut aufzunehmen, indem sie sich ausdehnen. Wenn das Herz sich in der Ansaugphase (Diastole) befindet und kein Blut ausgeworfen wird, ziehen sich die großen Schlagadern zusammen und treiben so das Blut voran. Anderenfalls würde es in der Diastole keinen Blutstrom geben. man nennt diese Fähigkeit die Windkesselfunktion der Schlagadern. Einen ähnlichen Mechanismus gab es auch in den alten, von Hand betriebenen Wasserpumpen der Feuerwehr, damit man einen durchgehenden Wasserstrahl erhielt.
Im Alter lässt durch Verlust der elastischen Fasern und Einlagerung von unelastischem Bindegewebe und eventuell auch Kalk diese Fähigkeit der Arterien erheblich nach. Die Folge ist eine deutlich schlechtere Anpassungsfähigkeit des Kreislaufs an wechselnde Situationen, zum Beispiel an den Wasserentzug bei einer Dialysebehandlung.
Silbernagl/ Despopoulos: Physiologie

Nephro-Glossar
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