Bauchspeicheldrüse
(erstellt am: 28.01.2007 - letzte Änderung:08.02.2008 - aufgerufen: 836 Mal)
Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, ist ein Verdauungsorgan, welches hinter dem Magen liegt und seine Verdauungssäfte über einen Ausführungsgang zusammen mit dem Gallengang in den Zwöffingerdarm abgibt. Das Sekret enthält Enzyme, die zur Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratverdauung notwendig sind. Es werden täglich ein bis zwei Liter Pankreassaft produziert. Dieser enthält neben den Verdauungsenzymen auch Bicarbonat, welches die in dem Speisebrei enthaltene aus dem Magen stammende Säure neutralisiert. Für die Fettspaltung sind zusätzlich Salze aus dem Gallensekret nötig.
Über die ganze Drüse verteilt liegen kleine Zellhaufen, die sogenannten Inselzellen, deren B-Zellen Insulin (s. d.), ein den Blutzucker senkendes Peptid (Peptid ist ein Eiweißbaustein), produzieren. Ein zweites Hormon, das Glucagon, wird in den A-Zellen hergestellt und bewirkt das Gegenteil: eine Anhebung des Blutzuckerwertes.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)
Quelle: Silbernagl, Despopoulos: Physiologie

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