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| Diphtherie | ||
| (erstellt am: 16.04.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 563 Mal) | ||
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Diphtherie ist eine durch Diphtheriebakterien verursachte Infektionskrankheit. Die Erkrankung kann sich bevorzugt im Bereich des Rachens, der Tonsillen (Mandeln) der Nase oder des Kehlkopfes zeigen. Bei dem Befall des Kehlkopfes besteht Erstickungsgefahr (echter Krupp). Die Bakterien, Corynebakterium diphtheriae, produzieren das Diphtherietoxin, welches Lähmungen und Erkrankung des Herzmuskels verursachen kann. Auch andere Organe können beteiligt sein. Die Krankheit ist, über Tröpfcheninfektion, sehr ansteckend. Sie ist durch Impfung und Antibiotikabehandlung in Deutschland sehr selten geworden. In den letzten Jahren sind in osteuropäischen Ländern, bedingt durch Hygienemängel und schlechte soziale Bedingungen, wieder Epidemien aufgetreten. Deshalb sollte auch in Westeuropa wieder vermehrt gegen Diphtherie geimpft werden, insbesondere bei Reisen zum Beispiel nach Rußland, in die Ukraine und nach Lettland. Die Diagnostik ist schwierig, weil das Krankheitsbild nicht mehr bekannt ist und leicht mit Rachen- und Mandelentzündung anderer Ursache verwechselt werden kann. Im Zweifelsfall ist ein Abstrich notwendig. Die Therapie besteht in der Gabe von Antitoxin, dem Gegenmittel gegen das Bakteriengift und Penicillin in hoher Dosis. Die Umgebung des Erkrankten erhält prophylaktisch ebenfalls Antibiotika. Die Krankheit ist meldepflichtig und muss im Krankenhaus behandelt werden. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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