Erythropoietin
(erstellt am: 29.01.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 917 Mal)
Erythropoietin, auch kurz Epo genannt wird, ist ein körpereigener Eiweißstoff, der in der Niere gebildet wird und im blutbildenden Knochenmark die Bildung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) anregt. Ein Sauerstoffmangel in der Niere führt zur verstärkten Produktion.

Epo wird bei fast allen Menschen mit Nierenfunktionsschwäche zu wenig gebildet; es resultiert bei ausgeprägter Nierenschrumpfung eine schwere Blutarmut (Anämie) mit der Folge einer erheblichen Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.

Epo wird gentechnisch in den (gezüchteten) Eierstockzellen einer Hamsterart hergestellt. Seit es weltweit bei Nierenkranken routinemäßig Anwendung findet, gibt es die o.g. Blutarmut nicht mehr.

Epo wird im Sport mißbräuchlich als Dopingmittel verwendet.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

Nephro-Glossar
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