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| Kalium | ||
| (erstellt am: 22.03.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 1731 Mal) | ||
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Dieses Salz ist , zusammen mit Natrium, für die Erregung von Nerven- und Muskelfasern sehr wichtig. Der größte Teil des Kaliums, 98%, liegt in den Körperzellen, nur 2% befinden sich im Blut und im Raum zwischen den Zellen. Kalium wird in einem sehr engen Konzentrationsbereich geregelt. Über 90% der pro Tag aufgenommenen Menge werden über die Nieren ausgeschieden. Kaliumüberladung Die Hauptursache für einen zu hohen Kaliumspiegel im Blut ist damit die Nierenschwäche. Weitere Ursachen sind bestimmte, "kaliumsparende" Diuretika, also wasserausschwemmende Medikamente, die Kalium im Körper zurückhalten, zu starke Kaliumzufuhr bei Nierenschwäche und Krankheiten, bei denen Körperzellen zerstört werden: Verschüttung mit Gewebsquetschung oder Elektrounfälle. Die Symptome sind: Muskelschwäche bis zur Lähmung, Fehlempfindung wie Taubheit oder Kribbelempfindungen, Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen. Die beste Therapie ist die Dialyse, man kann aber auch kaliumausschwemmende Diuretika geben. Ebenfalls im Notfall kaliumsenkend wirken Insulininfusionen. Hat man Zeit, dann gibt man über den Mund oder als Einlauf Austauscherharze, die Kalium binden (z.B. Resonium). Kaliummangel Die Ursachen für diese Störung sind fast ausschließlich medikamentös: Dauergebrauch, Missbrauch oder zu hohe Dosierung von Diuretika mit kaliumausschwemmender Wirkung (Furosemid, HCT), besonders bei gleichzeitig kaliumarmer Ernährung. Dauerhafte Einnahme von Abführmitteln führt ebenfalls zu niedrigen Kaliumwerten im Blut. Auch hier beobachtet man Muskelschwäche bis zur Lähmung, Pumpschwäche des Herzens und Herzrhythmusstörungen. Die akute Therapie besteht in Gabe von Kalium, entweder über den Mund oder als Infusion. Danach muss das Problem der Medikamenteneinnahme geklärt werden. Es gibt Menschen mit einem falschen Bild vom eigenen Körper, die ständig, um ein niedriges Körpergewicht zu erreichen, Abführmittel und wasserausschwemmende Medikamente einnehmen. Diät Diese sollte bei Neigung zu niedrigen Werten, wenn sich die Einnahme von Diuretika nicht vermeiden läßt, viel Gemüse, Obst und Nüsse enthalten. Wenn das nicht reicht, kann man Kalium in Form von Tabletten zugeben. Bei zu hohem Kalium muß die Diät umgekehrt kaliumarm sein. Lassen sich die Werte damit nicht ausreichend senken, kann man Diuretika und/oder kaliumbindende Austauscherharze dauerhaft einnehmen. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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