Knochenmark
(erstellt am: 02.02.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 745 Mal)
Zur Gewichtersparnis und zur Erhöhung der Festigkeit und Elastizität sind Knochen hohl oder aus einem Netz von Knochenbälkchen aufgebaut. es ist ähnlich wie beim Brückenbau oder beim Eiffelturm.

In den platten Knochen, wie zum Beispiel Schulterblätter, Brustbein, Schlüsselbeine, Schädel- und Beckenknochen, findet sich blutbildendes Knochenmark. Hier werden weiße Blutkörperchen für die körpereigene Abwehr, rote Blutkörperchen für den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport und Blutplättchen für die Gerinnung gebildet. Vor der Geburt liegt die Herstellung dieser Zellen in Leber und Milz.

Die Produktion der Blutplättchen = Thrombozyten, und roten Blutkörperchen = Erythrozyten, wird durch Hormone gesteuert, die zu 90% in der Niere entstehen.

Bekannt ist das Erythropoietin, welches bei Sauerstoffmangel verstärkt gebildet wird und somit die Zahl der Erythrozyten erhöht.

Nierenpatienten mit einer Blutarmut durch Mangel an Erythropoietin bekommen dieses als Medikament injiziert.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

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