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| Können Raucher aufhören? | ||
| (erstellt am: 14.07.2009 - letzte Änderung:14.07.2009 - aufgerufen: 492 Mal) | ||
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Unverändert ist das Rauchen eine der Hauptursachen für die Entstehung von Lungenkrebs und Gefäßerkrankungen. Die Zahl der durch Nikotinkonsum bedingten Todesfälle pro Jahr wird in der Bundesrepublik auf 100.000 bis 140.000 geschätzt Es gab im Jahr 2008 eine Empfehlung zur Tabakentwöhnung vom Drogen- und Suchtrat an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Diese wird von der Bundesärztekammer (BÄK) als nicht weitreichend genug kritisiert. Insbesondere wird in dieser Stellungnahme bemängelt, dass der Tabakkonsum nicht als Abhängigkeitserkrankung, also als Sucht, anerkannt wird. Immerhin sind nur 5% aller Raucherinnen und Raucher, die selbständig versuchen, sich das Rauchen abzugewöhnen, nach einem Jahr noch abstinent. Zu der Frage, ob Tabakgebrauch ein „Lifestylephänomen“, also eine lästige Gewohnheit oder eine Suchterscheinung ist, gibt es eine Untersuchung vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Es wurden 1.528 Raucher befragt. 76 % berichteten von mindestens einem Aufhörversuch. Mehrfache Versuche gaben 52 % an. Die meisten wollten das Rauchen ganz einstellen, ca. 30 % wollten den Zigarettenkonsum vermindern. Diejenigen Teilnehmer, die bereits an Krankheiten des Herz- und Kreislaufsystems wie Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen des Herzens, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen des Gehirns, litten, hatten besonders oft versucht, aufzuhören. Gleiches gilt für die Teilnehmer mit einer Zuckerkrankheit. Ein Diabetes ist ohnehin ein Risiko für Kreislauferkrankungen. Die Studie zeigt, dass der überwiegende Anteil der älteren Raucher in Deutschland das Rauchen aufgeben möchte und dass die meisten einmal oder mehrfach versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören. Dieser Wunsch ist besonders ausgeprägt bei den so genannten Risikopatienten. Gerade diese Gruppe zeigt deutlich, dass es sich beim Tabakkonsum nicht um eine „Lifestyle-Erscheinung“ handelt, sondern um eine Krankheit mit Suchtcharakter. Damit wird klar, dass einfache aufklärende Maßnahmen auch von seiten der behandelnden Ärzte sowie Teilnahme an den Raucherentwöhnungskursen der Krankenkassen nicht ausreichen. Bietet man Rauchern die Kostenerstattung für medikamentöse Hilfsmaßnahmen zur Entwöhnung an, zum Beispiel Nikotinersatzpräparate, so läßt sich die Aufhörquote auf das Vierfache steigern. Solche Maßnahmen sind sogar außergewöhnlich kosteneffektiv. Durch Vermeidung von Folgekrankheiten können also die Kassen viel Geld sparen und den Betroffenen kann viel Leid erspart werden. Es gibt keinen Grund, gefährdeten Menschen, die bereit sind, das Rauchen aufzugeben, effektive Hilfen zu verweigern Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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Quellen: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 106, Heft 27, 3. Juli 2009 Website der Bundesärztekammer www.dialyse-im-alstertal.de (im Lexikon unter „Ein Trost für Raucher?) | ||
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