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| Lupus Therapie | ||
| (erstellt am: 24.05.2007 - letzte Änderung:02.07.2007 - aufgerufen: 744 Mal) | ||
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Therapiemöglichkeiten beim "Lupus" Hinweis: Das Nephrologische Seminar Heidelberg ist traditionell neben dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie das wichtigste jährliche Treffen der deutschen Nephrologen. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit aktuellen Fragen, die auch eine Bedeutung für die tägliche Praxis haben. Die Vortragenden kommen überwiegend aus Europa und den USA. Der folgende Beitrag basiert auf einem Vortrag auf dem 29. Neprologischen Seminar im Jahr 2005. Der Vortrag von F.A. Houssiau aus Brüssel hatte die sogenannte Lupusnephritis zum Thema. Der "Lupus" heißt eigentlich Lupus erythematodes disseminatus, abgekürzt LED. Es handelt sich um eine sogenannte Autoimmunkrankheit, also um eine Erkrankung, bei der das Immunsystem sich irrtümlich nicht gegen Fremdes (z.B. Bakterien oder Viren), sondern gegen körpereigenes Gewebe richtet. Beim Lupus können dadurch fast alle Körperorgane erkranken, unter anderem auch die Haut, diese kann durch eine Rötung im Gesicht (Nase, Wangen) ein schmetterlingsförmiges Aussehen bekommen. Die Therapie dieser Störung ist wichtig, weil sie relativ häufig eine Nierenentzündung (in 60% aller Fälle) verursacht und dadurch zur Dialyse führen kann (Glomerulonephritis). Im Akutstadium werden schwere Geschütze aufgefahren: man gibt also Medikamente, die das Immunsystem massiv unterdrücken und erhebliche Nebenwirkungen haben können. Seit ca 30 Jahren gibt man Kortison und Endoxan., besonders dieses ist sehr toxisch. Dr. Houssiau behandelte in seinem Vortrag die Frage, ob es gleich wirksame und weniger mit schweren Nebenwirkungen belastete Therapieformen gibt. Seit einigen Jahren wird in der Transplantationsmedizin zur Verhinderung von Abstossungen die Substanz Mycophenolatmofetil (Cellcept) mit großem Erfolg angewandt. Mehrere Studien haben gezeigt, dass zur Behandlung der Nierenentzündung beim "Lupus" dieses Medikament durchaus eine besser verträgliche Alternative zum Endoxan darstellt. Das betrifft die Akut- und (mit Einschränkung) die Dauerbehandlung. Die Einschränkung deswegen, weil die Nachbeobachtungszeiten noch zu kurz sind. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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