Mumps
(erstellt am: 25.01.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 511 Mal)
Mumps ist eine akute Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird. Sie zählt zu den Kinderkrankheiten, man nennt sie auch Ziegenpeter. Das Virus befällt die Speicheldrüsen, man sieht die damit verbundene Schwellung am deutlichsten im Bereich der Ohrspeicheldrüsen. Aber auch andere Organe können befallen werden, so zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse, die Hoden und die Eierstöcke, besonders wenn die Krankheit im höheren Lebensalter auftritt.
Der normale Verlauf geht einher mit Temperaturerhöhung, Kopf-, Hals-, Ohren-, Nacken- und Drüsenschmerzen. Das Allgemeinbefinden ist eingeschränkt, der Appetit schlecht. Eine Therapie gibt es nicht.

In seltenen Fällen tritt eine Hirnentzündung auf, 10% der Erkrankten leiden an einer gutartig verlaufenden Hirnhautentzündung. Die Krankheit lässt sich zuverlässig durch einen abgeschwächten Lebendimpfstoff verhindern. Eine Impfung von immunschwachen oder immunsupprimierten (Transplantation) Menschen verbietet sich deswegen. Auch Schwangere sollen nicht geimpft werden. Die Maßnahme erfolgt meistens in Kombination mit der Masern- und Rötelnimpfung (MMR-Impfung, drei Lebendimpfstoffe).

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

Nephro-Glossar
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