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| Muttermilch und Mikrowelle | ||
| (erstellt am: 04.12.2007 - letzte Änderung:04.12.2007 - aufgerufen: 653 Mal) | ||
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Hebammen und Kinderkrankenschwestern sagen, dass man im Kühlschrank aufbewahrte Muttermilch nicht in der Mikrowelle erwärmen soll. Warum nicht? Angeblich ist doch die Zubereitung in der Mikrowelle sehr schonend. Die Konzentration wertvoller Bestandteile der Muttermilch wie der Immunglobuline (Abwehrstoffe, die das Neugeborene noch nicht selber herstellen kann) und zum Beispiel des Lysozyms wird vermindert. Letzteres ist ein Enzym, welches gegen Bakterien wirkt, indem es deren Zellwände zerstört. Somit verhindert es eine bakterielle Verunreinigung der Milch. Der Gehalt an Vitamin C und ungesättigten Fettsäuren nimmt ebenfalls ab. Die Milch enthält nach dem Erwärmen in der Mikrowelle auch weniger Lactoferrin, dieses ist ein Eisen bindendes Eiweiß mit einer Schutzwirkung gegen Bakterien. Insgesamt hat somit die in der Mikrowelle erwärmte Milch deutlich weniger antibakterielle Aktivität. Der Aktivitätsverlust nimmt mit steigender Temperatur zu. Zudem besteht die Gefahr, dass die Milch an manchen Stellen wesentlich stärker erhitzt wird und es beim Kind zu Verbrühungen kommt. Milch soll nicht in der Mikrowelle, sondern im warmen Wasserbad oder unter fließendem, warmem Wasser erwärmt werden. Wurde die Milch einmal erwärmt, dürfen Reste nicht weiter verwendet werden. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: "UpToDate" und "Arzneimittel-, Therapiekritik, 4. Quartal 07" | ||
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