Organspenden und Organhandel
(erstellt am: 15.03.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 528 Mal)
Das Transplantationsrecht und Organspenden werden werden heute international diskutiert.

Die Wartezeiten für Patienten mit Niereninsuffizienz auf eine Spenderniere betragen meist leider viele Jahre. Bisher führten alle Aufrufe an Organspender nicht zu einer spürbaren Verkürzung der Waretezeiten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass bereits eine EU-Richtlininie existiert, die das Transplantationsrecht europaweit regelt. Diese EU-Richtlinie sieht vor, dass wenigstens die Kosten, die den Spendern entstehen, rückerstattet werden. Diese Richtlinie muss allerdings noch in nationales Recht umgesetzt werden.

International wird heute auch ein "staatlich überwachter Organhandel" diskutiert. Der Nierenexperte Eli Friedman veröffentlichte in der Fachzeitschrift "Kidney International" einen Beitrag zu diesem Thema. Ein Bericht in deutscher Sprache ist im Technology Review aktuell erschienen. Patienten, die auf eine Spenderniere warten, sollten beim Lesen dieses Beitrags berücksichtigen, dass sie gegenüber Patienten, die zum Beispiel auf ein Spender-Herz warten, einen sehr großen Vorteil haben. In nahezu allen Fällen kann ihr Leben mit Hilfe der Dialyse bis zu einer Transplantation erhalten bleiben.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

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