Osmose
(erstellt am: 26.02.2007 - letzte Änderung:03.05.2007 - aufgerufen: 523 Mal)
Die Osmose ist ein Sonderfall der Diffusion. Sind zwei Flüssigkeiten mit einer unterschiedlichen Menge darin gelöster Stoffe, wie zum Beispiel Zucker oder Salz, durch eine Membran getrennt, dann wandern die Salz- oder Zuckermoleküle so lange durch die Membran, bis in beiden Flüssigkeiten die gleiche Konzentration vorliegt. Bei dieser Diffusion von Stoffen, wie zum Beispiel durch die Wand einer Pflanzenzelle, wird keine Energie verbraucht. Die Wanderung von Molekülen erfolgt immer von der höheren zur niedrigeren Konzentration.

Dialyse: Die trennende Membran besteht hier aus unterschiedlichen Kunststoffen. Auf der Blutseite haben wir eine hohe Konzentration von Giftstoffen (Harnstoff, Kreatinin und andere), auf der Spüllösungsseite sind keine Giftstoffe vorhanden. Aus diesem Grund besteht also ein hohes Konzentrationsgefälle, welches zu einer effektiven Diffusion führt (die Giftstoffe wandern von der Blut- auf die Wasserseite).

Osmose: Haben wir zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Stoffkonzentration, die durch eine Membran getrennt sind, die zwar Wassermoleküle, aber keine gelösten Stoffe durchlässt, dann tritt Wasser solange über die Membran, bis der Konzentrationsunterschied ausgeglichen ist. Auf diese Weise wandert Wasser in einer Pflanze von der Wurzel bis zu den Blättern.

Umkehrosmose: Hier wird auf die Flüssigkeitsseite mit den gelösten Stoffen (bei der Herstellung von Dialysewasser ist das Leitungswasser) ein hoher Druck ausgeübt, sodass die Wassermoleküle von der Seite der hohen Konzentration auf die Seite der niedrigen Konzentration wandern. Dadurch erhält man Wasser ohne darin gelöste Stoffe. Durch zusätzliche Anwendung von unterschiedlichen Filtern erhält man das für eine problemlose Dialyse notwendige reine Wasser.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

Nephro-Glossar
Copyright © 2009 Dialyse im Alstertal