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| Patientenumfrage | ||
| (erstellt am: 01.09.2008 - letzte Änderung:30.09.2008 - aufgerufen: 671 Mal) | ||
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Die KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) führt seit 2006 jährlich eine telefonische Patientenbefragung durch. 6.114 Menschen, die repräsentativ sind für die deutsche Wohnbevölkerung, werden nach ihrer Zufriedenheit mit der ambulanten medizinischen Versorgung befragt. Das beinhaltet Fragen nach der Bewertung der vertragsärztlichen Versorgung, nach dem Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt, nach den Wartezeiten und nach den Serviceansprüchen der Patienten. Häufigkeit der Arztbesuche: Frauen gehen häufiger zum Arzt als Männer. Männer gehen häufiger ab dem 60.Lebensjahr. Menschen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind (GKV) gehen häufiger zum Arzt als Privatversicherte. Hausarzt: Fast alle Befragten – 95% - haben einen Hausarzt. Fast alle Arztbesucher haben den Hausarzt oder sowohl den Hausarzt als auch einen Spezialisten aufgesucht, nur 17% gingen gleich zum Spezialarzt. Fachkompetenz und Vertrauen: 92% Teilnehmer an der Umfrage haben Vertrauen zu ihrem Arzt, das Vertrauensverhältnis wird als gut oder sehr gut bezeichnet. Ebenso viele schätzen die Fachkompetenz als gut oder sehr gut ein. Nur 5% hatten ein schlechtes oder gestörtes Verhältnis zu ihrem Arzt. Wartezeiten und Terminvergabe: Die Hälfte der Befragten musste beim letzten Arztbesuch nicht auf einen Termin warten. Ein Drittel der Patienten musste bis zu einer Woche auf einen Termin warten. 20% mussten bis zu drei Wochen und länger warten. Die Wartezeiten waren natürlich vom Anlass des Arztbesuches abhängig. Bei einem akuten Problem gab es für 56% keine Wartezeiten. Aber es gab 14%, die bei einem aktuellen Problem bis zu drei Wochen und länger auf einen Termin warten mussten. ![]() Die Autoren des Berichtes sind der Meinung, dass solche Zahlen überprüft werden sollten. Insgesamt mußten die Teilnehmer der Befragung bei Spezialisten längere Wartezeiten in Kauf nehmen als beim Hausarzt. Auch bei dieser Untersuchung bestätigte sich der Verdacht, dass Privatversicherte schneller einen Termin bekommen als Versicherte der GKV. Insgesamt 90 Prozent der Patienten waren mit der Terminvergabe zufrieden. Ca. 70% der Befragten geben an, dass sie in der Praxis nicht länger als eine halbe Stunde gewartet haben. Wenn Patienten unzufrieden sind, sprechen die meisten direkt den Arzt an. 11% gaben an, wegen Unzufriedenheit einen anderen Arzt aufgesucht zu haben. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 34 – 35, 25. August 08 | ||
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