PCI
(erstellt am: 08.05.2009 - letzte Änderung:08.05.2009 - aufgerufen: 419 Mal)
PCI = Perkutane Coronarintervention. Man schiebt über eine Leistenschlagader einen dünnen Kunststoffkatheter bis in die Herzkranzadern = Koronararterien vor, spritzt Kontrastmittel und kann auf dabei angefertigten Filmaufnahmen Gefäßverengungen und deren Ausmaß erkennen. Über den gleichen Zugang können jetzt Katheter mit einem aufblasbaren Ballon an der Spitze bis in die Verengung vorgeschoben werden. Der Ballon wird mit hohem Druck (mehrere atü) aufgeblasen und damit die Verengung gesprengt; bei diesem Vorgang wird die Gefäßinnenwand verletzt. Damit die Wand sich nicht wieder zusammenzieht, wird meistens eine metallene Gefäßstütze = Stent eingebracht. Damit sich an dieser Stelle keine Thrombose bildet, bekommen die Patienten Thrombozytenaggregationshemmer (s.o.).

Inzwischen gibt es unterschiedliche Stents: mit und ohne Beschichtung. Bei einer Beschichtung mit einem Medikament wird dieses in die Gefäßwand abgegeben und verhindert ein Wachstum der Gefäßinnenhaut und damit eine erneute Engstelle. Durch den Einsatz beschichteter Stents ist das Verengungsrisiko um 50 bis 70% zurückgegangen.

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)

Nephro-Glossar
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