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| Prostatakrebs | ||
| (erstellt am: 10.06.2009 - letzte Änderung:10.06.2009 - aufgerufen: 1539 Mal) | ||
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Neues zum Prostatakrebs In unserem Lexikon wurde vor kurzem ausführlich über den so genannten PSA-Test und dessen Vor- und Nachteile berichtet. Passend dazu erschien jetzt im Deutschen Ärzteblatt ein kritischer Bericht zur Diagnostik und Behandlung des Prostatakrebses. Es wurden 88 bedeutsame wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Problem und sieben verschieden Leitlinien (erstellt nach 2006) ausgewertet. Bei jedem sechsten Mann über 50 wird ein Krebs der Vorsteherdrüse (Prostata) festgestellt, jedoch nur jeder 33. stirbt an diesem Krebs. Bei 90 von 100 diagnostizierten Carcinomen liegt noch keine Metastasierung (Krebsabsiedlungen außerhalb der Prostata) vor. Denn durch die häufig vorgenommene PSA-Bestimmung werden Krebserkrankungen der Prostata heute sehr früh erkannt. Trotzdem ist es bis jetzt in Deutschland so, dass bei 70% aller Männern unter 70 nach Feststellung eines Prostatacarcinoms eine radikale Entfernung dieser Drüse durchgeführt wird. 15% werden bestrahlt, 15% werden mit Hormonen behandelt oder überwacht. Etwa zwei Drittel der erfaßten Krebse befinden sich aber in einem Stadium mit niedrigem Risiko (Stadium I und II). In Leitlinien wird empfohlen, diese Fälle engmaschig mit Bestimmung des PSA-Wertes, mit Wiederholung der rektalen Untersuchung und einer Kontrollbiopsie (Gewebsentnahme durch Punktion) im Auge zu behalten. Die Untersuchungen, die zu dieser Fragestellung herangezogen wurden, zeigen, dass bei Patienten mit lokal begrenzten Tumoren im Stadium T1 und 2 und PSA-Werten unter 15 ng/ml nach 40 Monaten nur in 8 bis 33% ein Fortschreiten der Erkrankung festgestellt werden kann und dass alle Patienten nach dieser Zeit am Leben sind. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 106, Heft 22, 29. Mai 09 | ||
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