Quecksilber
(erstellt am: 04.06.2008 - letzte Änderung:04.06.2008 - aufgerufen: 739 Mal)
Der Name bedeutet „lebendiges Silber“, weil Quecksilber als einziges Metall bei Zimmertemperatur flüssig ist. Quecksilber bildet mit Metallen Legierungen: „Amalgame“. Qu. wird mit der Nahrung aufgenommen: ca. 5 bis 20 µg/ Tag. (1 µg = 1 Millionstel Gramm). Kommt als Mineral an Schwefel gebunden in Form von Zinnober in der Natur vor.

Quecksilber ist giftig, wenn es in Dampfform oder als Salz aufgenommen wird. Es schädigt die Nieren, die Leber und das Gehirn. Bekannt ist die Minamata-Krankheit, eine chronische Quecksilbervergiftung, die Mitte der 50-er Jahre bei Fischern in Japan auftrat. Diese und ihre Familien ernährten sich von Fischen, die durch quecksilberhaltige Industrieeinleitungen vergiftet waren. Der Firma war bekannt, dass ihre Abwässer giftig waren. Es wurden 17 000 Menschen vergiftet.

Siehe auch: Amalgam-Füllungen und Amalgam und kein Ende

Gunther Warnecke, Hamburg (Internist)
Quelle: Roche Lexikon der Medizin, 5. Auflage
Koch, Klinische Nephrologie
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