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| Raucher | ||
| (erstellt am: 08.08.2008 - letzte Änderung:08.08.2008 - aufgerufen: 878 Mal) | ||
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Ein Trost für Raucher? Schon lange beschäftigt Betroffene und Wissenschaftler die Frage, ob Rauchen „nur“ eine schlechte Angewohnheit ist oder tatsächlich eine echte Sucht. Argumente gibt es für beide Ansichten. Bei manchen Rauchern ist trotz schwerster medizinischer Komplikationen mit Amputation mehrerer Extremitäten eine Beendigung des Rauchens nicht möglich. Andere wiederum hören auch nach mehreren Jahren von einem Tag zum anderen ohne Probleme und ohne Rückfall auf. Klärung scheint eine Veröffentlichung von Wissenschaftlern aus Dresden, Mainz und Aachen zu bringen. Sie haben die Gehirne von 17 starken Rauchern und 21 Nichtrauchern mittels PET = Positronenemissionstomographie (eine spezielle Art der Schichtuntersuchung) untersucht und in bestimmten Arealen ähnliche Veränderungen gefunden wie bei Menschen, die von Alkohol, Kokain, Heroin oder Amphetamin abhängig sind. Diese Veränderungen betreffen den so genannten Dopaminstoffwechsel. Dopamin ist einer der vielen Botenstoffe im Gehirn. Er spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Schüttellähmung, hier wird der Dopaminmangel aber an einer anderen Stelle gefunden. Bei den Suchtkrankheiten überträgt Dopamin stimulierende Signale in Gehirnarealen, die unter anderem für Gefühle der Belohnung zuständig sind. Raucher sollten sich aufgrund dieser Untersuchung nicht darauf berufen, dass sie an einer „echten“ Sucht leiden und deswegen nicht aufhören können. Richtig ist aber, dass manche Raucher über einen längeren Zeitraum medikamentöse und psychologische Hilfe brauchen. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 26, 27. Juni 2008 American Journal of Psychiatry, April 20008, Vol. 165, Issue 4 | ||
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