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| Renin | ||
| (erstellt am: 18.07.2007 - letzte Änderung:18.07.2007 - aufgerufen: 629 Mal) | ||
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In unmittelbarer Nähe jedes Nierenkörperchens findet man eine Ansammlung hoch spezialisierter Zellen, die Renin produzieren. Mit dieser Substanz können die Nieren den Blutdruck regulieren. Die Ausschüttung von Renin wird durch einen zu niedrigen Blutdruck infolge Flüssigkeitsmangel oder Herzschwäche ausgelöst. Auch ein Kochsalzmangel kann diesen Vorgang auslösen. Allerdings hat Renin selbst keinen Einfluss auf den Druck in den Schlagadern. Aber es sorgt dafür, dass das in der Leber hergestellte Angiotensinogen in Angiotensin I umgewandelt wird. Auch dieses kann den Blutdruck nicht beeinflussen. Es muss zuerst aktiviert werden. Das ACE (Angiotensin Converting Enzyme) macht aus dem Angiotensin I das Angiotensin II. Diese Substanz heftet sich nun an die Muskelzellen der Schlagaderwand und bringt sie dazu, sich zusammenzuziehen. Durch Engstellung der Adern wird sehr schnell der Blutdruck erhöht. Wie viele andere Stoffe dockt sich auch das Angiotensin II an speziellen Eiweißempfängern auf der Zelloberfläche an, den Angiotensin-Rezeptoren. Die Kenntnis darüber ist wichtig, weil es inzwischen Medikamente gibt, die diese Empfänger blockieren und so einen erhöhten Druck senken. Man nennt sie die Angiotensinrezeptorantagonisten (siehe dort). Eine weitere sehr effektive und gut verträgliche Blutdrucksenkung erreicht man, wenn man das oben erwähnte ACE mit einem ACE-Hemmer unwirksam macht. Wenn die zu den Nieren führenden Schlagadern verengt werden, zum Beispiel durch eine Gefäßverkalkung, entsteht ebenfalls eine Mangeldurchblutung, die eine dauerhafte Reninausschüttung zur Folge haben kann. Auf diese Art entsteht ein Nierenhochdruck. Die beste Behandlungsmethode ist die Beseitigung der Gefäßverengung mit einem Ballonkatheter oder mittels eines chirurgischen Eingriffs. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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Quellen: UpToDate Roche Lexikon Medizin | ||
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