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| Stammzellen | ||
| (erstellt am: 24.05.2007 - letzte Änderung:24.05.2007 - aufgerufen: 671 Mal) | ||
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Rolle der Stammzellen in der Nephrologie Hinweis: Das Nephrologische Seminar Heidelberg ist traditionell neben dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie das wichtigste jährliche Treffen der deutschen Nephrologen. Es beschäftigt sich hauptsächlich mit aktuellen Fragen, die auch eine Bedeutung für die tägliche Praxis haben. Die Vortragenden kommen überwiegend aus Europa und den USA. Der folgende Beitrag basiert auf einem Vortrag auf dem 29. Neprologischen Seminar im Jahr 2005. Ein sehr interessantes und modernes Thema wurde von Herrn Prof. Haller von der Med. Hochschule Hannover präsentiert. In letzter Zeit gibt es zunehmend Versuche, bestimmte Krankheiten mit Stammzellen zu behandeln und zwar nicht mit sog. embryonalen Stammzellen, deren Verwendung strengen Vorschriften unterliegt, sondern mit Stammzellen aus dem menschlichen Knochenmark. Man hat solche Zellen aus dem eigenen Knochenmark bei Patienten nach einem Herzinfarkt in deren Koronararterien (Schlagadern, die den Herzmuskel mit Blut versorgen) injiziert und einige Wochen später festgestellt, das die Herzmuskelkraft sich besser erholt hatte als bei Patienten ohne eine solche Maßnahme. Wesentlich interessanter als die Behandlung eines akuten Herzinfarktes mit Stammzellen könnte es sein, chronische Gefäßerkrankungen, also die Arteriosklerose der Schlagadern, auf diese Art zu beeinflussen. Bisherige Experimente zeigen, dass hierfür sogenannte Progenitorzellen besser geeignet sind als Knochenmarkstammzellen. Progenitorzellen leiten sich ab von blutbildenden Stammzellen und spielen eine große Rolle bei der Neubildung von Gefäßen; die Reparatur von geschädigten Adern wird ebenfalls ganz wesentlich von diesen Zellen organisiert. Bei Diabetikern, die ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung von chronischen Gefäßschäden haben, sind die Progenitorzellen sowohl in ihrer Zahl als auch in ihrer Funktion reduziert. Da Nierenkranke, insbesondere Dialysepatienten, verstärkt unter der Ausbildung einer Arteriosklerose leiden, hat man Zahl und Funktion der Progenitorzellen bei ihnen untersucht. Es stellte sich heraus, dass sowohl die Zahl der Zellen aus auch ihre Fähigkeit, neue Gefäße zu bilden, bei diesen Patienten deutlich vermindert waren. Gibt es Möglichkeiten, diesen Defekt therapeutisch zu beeinflussen? Man beobachtet, dass die Gabe von Statinen (Medikamente, die den Blutfettspiegel senken) und von sogenannten Angiotensin II-Rezeptorblockern (Medikamente gegen hohen Blutdruck) zu einer höheren Zahl von Progenitorzellen im Blut von Nierenkranken führt. Sehr wichtig erscheint die Erkenntnis, dass auch Erythropoietin und ähnliche Substanzen (z.B. Erypo, NeoRecormon, Aranesp) diese Wirkung haben. Diese Erkenntnis führt zu der Überlegung, ob man nicht bereits in einem frühen Stadium der Nierenschwäche die o.g. Medikamente einsetzen sollte, auch wenn deren eigentliche Wirkung (Behandlung von Blutfettstörungen, Hochdruck und Blutarmut) noch gar nicht notwendig ist. Hier wird es Probleme mit den Kostenträgern geben, weil die angeführten Substanzen für diese Behandlung nicht zugelassen sind. (A.d.V.). Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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