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| Telemedizin | ||
| (erstellt am: 07.05.2008 - letzte Änderung:09.05.2008 - aufgerufen: 534 Mal) | ||
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Das Wort „tele“ kommt aus dem Griechischen und heißt „fern“. Wir finden es auch in Telefon oder Television. An der Charité in Berlin gibt es ein telemedizinisches Zentrum, von dem aus Patienten mit Herzproblemen überwacht werden. Hier wird seit Anfang 2008 eine Studie durchgeführt, in der 285 Patienten mit Herzerkrankungen und einem hohem Erkrankungsrisiko beobachtet und telemedizinisch betreut werden. Die Betreuer sind Kardiologen, also Herzspezialisten, und Pflegekräfte. Wie in Studien üblich gibt es eine Patientenkontrollgruppe ohne technische Überwachung. Die Gruppe der überwachten Patienten ist mit einem EKG (Elektrokardiogramm), einem Blutdruckmessgerät und einer Waage ausgerüstet. Damit werden täglich medizinische Daten an das Zentrum übermittelt. Anhand dieser Daten kann man erkennen, ob bei den Teilnehmern alles in Ordnung ist. Sind Störungen oder Abweichungen sichtbar, werden die Hausärzte oder die behandelnden Kardiologen benachrichtigt. Mehrmals musste auch schon der Rettungsdienst gerufen werden. Diese Studie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und war bislang so erfolgreich, dass das Zentrum für kardiovaskuläre Medizin in der Charité fest eingerichtet wurde. Hier arbeiten fünf Ärzte und fünf so genannte telemedizinische Assistenten. Mittels der Studie, die ein Jahr läuft, soll festgestellt werden, ob diese Form der Diagnostik und Therapie medizinisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Sie könnte dann in den Katalog der Leistungen aufgenommen werden, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Die Fernüberwachung gibt den betroffenen Risikopatienten auch zu Hause ein Gefühl und ein Bewußtsein der Sicherheit, das trifft besonders für Menschen zu, die weit entfernt vom kardiologischen Zentrum wohnen. Diese Art der dauerhaften Überwachung fördert zudem die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus- und niedergelassenen Ärzten. Schon jetzt wurde durch die frühzeitige Diagnose einer drohenden Störung mehreren Patienten ein Krankenhausaufenthalt erspart. Das wäre für die Krankenkassen ein wichtiges Argument, über die Aufnahme in den Leistungskatalog nachzudenken. Bei einem Kranken wurde in dem telemetrisch übertragenen EKG ein akuter Herzmuskelinfarkt diagnostiziert und eine sofortige Notaufnahme veranlaßt. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 16, 18. April 2008 | ||
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