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| Neue Studie über Wirkung von Vitaminen | ||
| (erstellt am: 21.11.2008 - letzte Änderung:24.11.2008 - aufgerufen: 20130 Mal) | ||
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Seit Jahren hält sich hartnäckig die Vorstellung, die zusätzliche Einnahme von Vitaminen in hoher Dosierung sei gesundheitsfördernd oder lebensverlängernd, würde gegen die Entstehung von Krebs schützen oder den Menschen vor der Ausbildung einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) bewahren. Ursprung dieser „Mode“ sind die USA, insbesondere hat die Aussage eines Nobelpreisträgers, eine hohe Dosis von Vitamin C schütze vor Erkältungen, diesen Trend sehr gefördert. Aber zumindest diese Empfehlung ist längst widerlegt. Ein solches Verhalten nützt nur den herstellenden Firmen. Es gibt eine neue Untersuchung zu diesem Thema: Sie heißt SELECT - Studie und wurde 2001 mit 35.000 männlichen Teilnehmern im Alter von ca. 50 Jahren in Kanada, USA und Puerto Rico begonnen. Hintergrund ist die Tatsache, dass unter Laborbedingungen Vitamin E einen hemmenden Einfluss auf das Wachstum verschiedener Krebszellarten hat. Geprüft werden sollte also, ob die Einnahme von Vitamin E oder Selen alleine oder in Kombination sich auf die Entstehung von Prostatakrebs auswirken würde. Es wurden vier Gruppen gebildet: jeweils eine Gruppe erhielt nur Selen oder das Vitamin, die dritte Gruppe erhielt beide Substanzen, die vierte wurde mit Placebo behandelt, erhielt also weder Vitamin E noch Selen. Eine jetzt vorgenommene Zwischenauswertung zeigte, dass bei den Teilnehmern, die nur Vitamin E bekommen hatten, die Zahl der Prostatakrebse leicht angestiegen war und dass in der Gruppe, die nur Selen eingenommen hatte, die Zahl der Diabetesfälle zunahm. Das US – National Cancer Institute, welches den Studienverlauf überprüft hatte, ist zwar der Meinung, dass die o.g. Tendenzen zufällig sein könnten, aber weil die erhoffte schützende Wirkung der Testsubstanzen nicht erkennbar ist, rät das Institut zum Abbruch der Untersuchung. Die Teilnehmer der Studie wurden inzwischen benachrichtigt. Sie sollen auch nach Beendigung der Untersuchung noch drei Jahre nachbeobachtet werden. (siehe auch im Lexikon: Vitaminsupplemente). Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
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Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 46, 14. November 2008 UpToDate | ||
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