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Tagesausflüge zur Nordsee

Zwischen der Küste der Ostee und der Nordsee gibt es einige Unterschiede:

  • Der Salzgehalt des Nordsee-Wassers ist größer.
  • Ebbe und Flut tritt nur an der Nordsee auf.
  • An der Ostsee gibt es keine Wattflächen, die bei Flut unter Wasser stehen.
  • Die Nordseeküste bietet eine größere Zahl vorgelagerter Inseln.
  • Das Klima ist an der Nordsee einerseits etwas rauher, andererseits bringt der Golfstrom etwas Wärme mit.

Vorab noch ein kurzer Hinweis: Zwischen Hamburg und Sylt liegt Dithmarschen. Dithmarschen ist in Europa mit 2.800 ha das größte Kohlanbaugebiet. Ende September werden deshalb die "Dithmarscher Kohltage gefeiert. Sie finden auf dieser Web-Site typische Kohlrezepte und ein aktuellen Lexikon um den Dithmarscher Kohl..

Ach halt: Falls Sie einmal nach Friesland kommen, brauchen Sie sicher auch ein Friesisches Wörterbuch.

Die Ausflugsziele werden auf dieser Seite von der dänischen bis zur niederländischen Grenze aufgeführt und kurz beschrieben:

Insel Sylt
Nordfriesische Inseln
Husum
Friedrichstadt
Tönning an der Eider
St. Peter Ording
Büsum
Friedrichskoog
Cuxhaven
Bremen und Bremerhaven
Ostfriesische Inseln
Wattenmeer

Die Inseln Helgoland und Neuwerk werden auf je einer Seite beschrieben.

Sylt

Sylt ist mit seiner Fläche von 99 qkm die größte deutsche Nordsee-Insel. Sie ist seit dem 1. Juni 1927 durch den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden. Allerdings dürfen über den Damm keine PKWs fahren. Besucher von Sylt müssen deshalb von Niebüll mit einem Autoreisezug nach Westerland auf Sylt fahren. Die Länge der Insel von Nord nach Süd beträgt über 38 km. Dadurch gibt es 7 Orte auf Sylt: Wer die Wahl hat, hat die Qual! Das offene Meer ist selbstverständlich an der Westküste. Der größte der Ostküste grenzt zu einem großen Teil an das Watt.

Typisch für Sylt sind Wanderdünen, die bis zu einem Kilometer lang sind. Leider hat die Insel auch ein Problem: Das Meer spült insbesondere im Winter sehr viel Sand weg, so dass die Insel an der Westküste kleiner wird. Mit sehr kostspieligen Sandaufspühlungen soll diese Entwicklung verzögert werden.

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Nordfriesische Inseln

Die Nordfriesischen Inseln, zu denen auch einige Halligen gehören, liegen zwischen Sylt und St.Peter Ording. Halligen sind Inseln, die bei Sturmfluten überflutet werden.

Zu den Inseln gehören Föhr, Amrum, Pellworm und Nordstrand.. Diese Inseln sind bei vielen Urlaubern sehr beliebt.

In diesem Gebiet gibt es insgesamt 10 Halligen, zu denen Langeneß, Oland und Hooge gehören. Langeneß, auf der sich 18 Warften befinden, ist die größte Hallig. Eine Warft ist ein aufgeschütteter Hügel, auf dem sich Gebäude befinden. Dadurch sollen die Häuser und deren Bewohner soweit irgend möglich gegen Strumfluten geschützt werden.

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Die Stadt Husum

Husum, die "Graue Stadt am Meer", wurde erstmals 1252 als Husembro urkundlich erwähnt. Durch die große Sturmflut im Jahre 1362 entstand eine schiffbare Verbindung zur Nordsee. König Christian gestattete 1382 niederländischen Schiffen Husum anzulaufen und ihre Waren auf dem Landweg an die Ostsee zu befördern. Dadurch wuchs die Bedeutung der Stadt beachtlich. In den Kaufmannshäuser mit ihren hohen Giebeln an der Großstraße dienten früher als Warenlager. Der Husumer Hafen spielte für Husum seit dem Ende des Mittelalters eine wichtige Rolle. Heute sind der Außen- und der Binnenhafen durch zwei Klappbrücken getrennt.

Erwähnenswert ist in Husum auch das Theodor-Storm-Haus. In diesem Haus in der Wasserreihe lebte der Dichter von 1866 bis 1880.

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Friedrichstadt

Der Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf Friedrich III. gab 1616 Friedrichstadt seinen Namen. Er wollte den Außenhandel verstärken, um seine herzoglichen Kassen zu füllen. Er holte zur Gründung der Stadt Niederländer, die zu dieser Zeit als die besten Kaufleute galten. Friedrich III. räumte den Niederländern hohe Privilegien ein. Sie erhielten beispielsweise für 20 Jahre Steuerfreiheit. Als Bauland erhielten sie ein Gebiet zwischen Eider und Treene.

Der Grundstein für das erste Haus in Friedrichstadt wurde 1621 gelegt. Die Niederländer lehnten die Sadt sehr stark an dem niederländischen Vorbild an. Sie legten künstliche Wasserstraßen an und alle Straßen wurden rechtwinklig angelegt. Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Ratsprotokolle in der niederländischen Sprache geschrieben. Heute werden interessante Rundfahrten auf den "Grachten" angeboten.

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Tönning an der Eider

Tönning an der Eider liegt ebenso wie St. Peter Ording auf der Halbinsel Eider. Die Eider ist mit 188 Kilometer der längste Fluss Schleswig-Holsteins, der die die nördliche Grenze von Dithmarschen bildet. Etwa 5 Kilometer westlich befindet sich das Eidersperrwerk, dass Tönning und die Halbinsel Eiderstedt vor Sturmfluten schützt. Die Sturmflut im Jahr 1962 wurde Tönning schwer zerstört. 1967 begannen die Bauarbeiten am Sperrwerk, die 1973 abgeschlossen wurden.

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St. Peter-Ording

St. Peter-Ording ist ein wirklich bemerkenswerter Ort für aktive Urlauber. Der 12 Kilometer lange Sandstrand ist bis zu 2.000 Meter breit (siehe Ortsplan). Mit anderen Worten, wenn von der Promenate zum Wasser möchte, muss man etwa eine halbe Stunde auf dem Sand wandern. Das Laufen fällt allerdings nicht schwer, da man nicht wie auf Dünen im Sand etwas versinkt. Zusätzlich bekommt man eine kostenlose Massage, wenn ein kräftiger Wind parallel zum Strand bläst. In einigen Bereichen darf man sogar auf den Starnd fahren.

Typisch für St. Peter-Ording sind nicht nur kleine Restaurants auf hohen Holzstelzen mitten auf dem Südstrand (Erlebnisgastronomie am Meer), sondern am Nordstrand befindet sich der Bereich für Strandsegler. Dies sind Boot mit Rädern und einem Segel.

Während Sylt jedes Jahr sehr viel Geld für den Schutz seiner sehr sandigen Küste ausgeben muss, wird der Strand von St.Peter-Ording jedes Jahr breiter. Ein Teil des Sandes, der in Westerland weggespült wird, wird im Norden von St. kostenlos Peter-Ording abgelagert.

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Büsum

Wappen
 

Büsum ist eine kleine Hafenstadt, die sich also "Nordsee-Heilbad" bezeichnet. Der Hafen ist durch eine Schleuse vor Sturmfluten weitgehend geschützt. In der Regel ist der Wasserpegel im Hafen niedriger.

Büsum ist insbesondere durch die Krabbenfischerei bekannt geworden. Die frisch gefangenen und vor-Ort gepuhlten Krabben werden in den Restaurants in vielen sehr schmackhaften Varianten angeboten. Leider werden Nordseekrabben immer noch in Billigländern gepuhlt und dann erst in vielen Läden verkauft. Leider ist dies nicht ohne Chemie möglich. Bei einem Besuch in Büsum sollten Sie deshalb ein Gericht mit frische gepuhlten Krabben genießen.

Abschließend noch der Hinweis, dass es auch eine Verbindung von Büsum nach Helgoland gibt. Ein solcher Tagesbesuch schließt einige Stunden Aufenthalt auf Helgoland ein.

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Friedrichskoog

Die Halbinsel Friedrichskoog ist erst vor etwa 150 Jahren durch eine Eindeichung entstanden.

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Cuxhaven

Cuxhaven ist eine relativ junge Stadt, die von zwei Seiten an der Nordsee liegt. Stadtrechte erhielt Cuxhaven erst 1907. Durch das "Groß-Hamburg-Gesetz" wurde Hamburg 1937 durch Altona erweitert. Im Tausch dafür erhielt Preußen die Stadt Cuxhaven.

Durch die Lage von Cuxhaven bildeten sich zwei Schwerpunkte: die Fischwirtschaft und der Fremdenverkehr. Der Tiefwasserhafen an der Elbmündung wird vor allem von Containerschiffen genutzt. Nicht zuletzt gibt es von Cuxhaven auch schnelle Verbindungen von und nach Helgoland.

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Hansestadt Bremen und Bremerhaven

Zum Bundesland Bremen gehören die Freie und Hansestadt Bremen und Bremerhaven.

Bremen ist eine etwa 1.200 Jahre alte Handelsmetropole, die im Mittelalter eine bedeutende Rolle unter den Hansestädten besaß. Sehenswert ist in Bremen nicht nur der Bremer Roland, sondern vor allem die historische Innenstadt.

Bremen gründete 1827 Bremerhaven als "Vor-Hafen" am seeschiff-tiefen Wasser. Bremerhaven ist heute die größte Stadt an der Nordseeküste und weltweit die Nummer 1 unter den Kreuzfahrthäfen. Im Museumshafen liegen Windjammer und Schiffsveteranen.

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Ostfriesische Inseln

Im Nationalpark Niedersächisches Wattenmeer befinden sich die Ostfriesischen Inseln, die insbesondere bei Sommerurlaubern sehr beliebt sind:

Borkum
Juist
Norderney
Baltrum
Langeoog
Spiekeroog
Wangerooge

Auf dem Festland befinden sich eine ganze Reihe von Ausflugszielen, wie zum Beispiel das Ostfriesische Teemuseum in Norden, Park der Gärten in Bad Zwischenahn, die Unterwasserstaion Oceanis in Wilhelmshaven und in Wittmund können Sie das Ostfriesenabitur ablegen.

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Wattenmeer

Das Wattenmeer an der Nordseeküste besteht aus drei Nationalparken:

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer,
Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer und
Nationalpark Niedersächisches Wattenmeer

Wanderungen im Wattenmeer sind sehr interessant und beliebt. Allerdings müssen unbedingt die Gezeiten (Flut und Ebbe) sorgfältig beachtet werden. Informationen über die Zeiten von Fluten und Ebbe kann man im Tidenkalender erfahren. Diese sind selbstverständlich vom jeweiligen Ort abhängig. Nicht zuletzt muss bei solchen Wanderungen im Watt die Windrichtung und die Windstärke beachtet werden. In vielen Orten werden geführte Watt-Wanderungen angeboten, die insbesondere für alle empfehlenswert sind, die zum ersten Mal im Watt wandern möchten. Weiterhin gibt es in vielen Orten entlang der Küste Informationszentren des Naturparks Wattenmeer.

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