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Hamburg Specials

Viele Touristen, die das erste Mal nach Hamburg kommen, denken in Verbindung mit dieser Stadt vor allem an Hafen, Elbe, Reeperbahn und Davidwache. Die Ursache dafür bilden die Berichte in den Medien. Aus diesem Grund werden hier einige Bauwerke, Veranstaltungen und Personen vorgestellt, die typisch für Hamburg sind.

Inhalt

Hamburger Michel
Köhlbrandbrücke
Hamburger Dom
Hamburger Fischmarkt
Die Alster und das Alsterwasser
Fleete und Fleetenkieker
Hamburger Dialekte
Hummel Hummel
Zitronenjette
Klein Erna
Hamburger Aalsuppe
Labskaus

Der Hamburger Michel

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Hamburger Michel

Die St. Michaelis Kirche, in Hamburg kurz "Michel" genannt, ist das weithin sichtbare Wahrzeichen Hamburgs. Der protestantische Barockbau wurde 1751/62 gebaut. Im großen Brand wurde der Michel 1906 weitgehend zerstört und 1907/12 wieder aufgebaut. Im 2. Weltkrieg wurde er wiederum zerstört und danach erneut aufgebaut.

Von der Plattform in einer Höhe von 85 Meter (über 453 Stufen oder per Fahrstuhl erreichbar), kann man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und den Hafen genießen.

Der Michel besitzt die größte Turmuhr Deutschlands. Die Zeiger sind 4,91 Meter bzw. 3,65 Meter lang. Das Turmblasen findet täglich um 10:00 Uhr und 22:00 Uhr statt. Bemerkenswert sind die Konzerte, wie zum Beispiel das skandinavische Weihnachtskonzert, die im Michel veranstaltet werden.

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Köhlbrandbrücke

Die Köhlbrandbrücke verbindet als erste Landverbindung die westlichen und die östlichen Hafenteile. Sie wurde 1974 vier Jahre nach Baubeginn für den Verkehr freigegeben. Die Höhe über dem Wasser beträgt 58 Meter. Das 520 Meter lange Kernstück der Stahlbrücke ist an 88 Stahlseilen aufgehängt und die ästhetische Konstruktion der zwei charakteristischen Stützpfeiler stellt nicht nur optisch, sondern auch technisch eine Meisterleistung der Brückenkonstrukteure dar. Einige Busrundfahrten führen unter anderem auch über die Köhlbrandbrücke.

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Der Hamburger Dom

Hamburg besitzt viele Kirchen, wie zum Beispiel den Michel. Der sogenannte Hamburger Dom gehört aber nicht dazu. Er ist eines der größten Volksfeste in Deutschland. Drei Mal im Jahr präsentieren sich an jeweils 30 Tagen über 260 Schausteller aus den Bereichen Gastronomie, Fahrgeschäfte und Losbuden auf dem Heiligengeistfeld: Frühlingsfest (März/April), Sommerdom (Juli/August) und Winterdom (November/Dezember). Etwa 2,8 Millionen Besucher aus Norddeutschland kommen zu jedem Dom.

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Der Hamburger Fischmarkt

Der "Hamburger Fischmarkt" findet an jedem Sonntag an der Großen Elbstraße neben der 100 Jahre alten Fischauktionshalle statt. Neben fangfrischem Fisch, Blumen, Bananen, lebenden Kleintieren und Schmuck werden auch viele Souvenirs angeboten. Marktschreier heizen lautstark im Hamburger Platt den Verkauf ihrer Ware an. Von April bis September ist der Markt von 5:00 Uhr - 9:30 Uhr und von Oktober bis März von 7:00 - 0:30 Uhr geöffnet. Dort treffen sich die Frühaufsteher und die müden Nachteulen nach ihrem ausgiebigen Bummel über die Reeperbahn. In der Fischauktionshalle gibt es bei freiem Eintritt schon Jazz und Rock.

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Die Alster und das Alsterwasser

Die Binnen- und die Außenalster sind zwei Seen mitten in Hamburg. Vor allem die Außenalster ist besonders bei Seglern sehr beliebt. Der wesentliche Zufluss kommt von dem kleinen Fluss Alster. Selbstverständlich hat die Alster gar nichts mit dem "Alster" zu tun, das in Süddeutschland "Radlermaß" genannt wird.

Die Schwäne auf der Alster besitzen eine lange Tradition. Bereits in der Mühlenabrechnung von 1591 wurde notiert, dass Hafer, Gerste und anderes Getreide für die Schwäne geliefert wurde. Bei Strafe war es verboten die Schwäne zu "beleidigen", zu verletzen oder zu töten. Seit 1918 sorgt ein von der Stadt besoldeter "Schwanenvater" für die Tiere. Im Spätherbst bringt er die Schwäne in ihr Winterquartier, den Eppendorfer Mühlenteich, der eisfrei bleibt.

Der Pegel der Alster liegt oberhalb des Pegels der Elbe. Deshalb muss die Alster durch zwei Schleusen vor dem Auslaufen ihres Wassers in die Elbe geschützt werden.

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Fleete und Fleetenkieker

In der Innenstadt von Hamburg gibt es sehr viele Kanäle, die "Fleete" genannt werden. Sie wurden ursprünglich nicht nur als Verkehrswege, sondern auch zur Wasserentnahme und Abwassereinleitung angelegt. Auch heute landet leider manchmal Müll in den Fleeten.

"Fleetenkieker" waren Leute, die mit der Reinhaltung der Fleete beauftragt waren. Heute werden die Fleete einmal pro Jahr abgesenkt und gereinigt. Der 1994 gegründete Verein "De Fleetenkieker" kümmert sich um den Schutz der Fleete und deren Uferanlagen.

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Hamburger Dialekte

In Hamburg wird Plattdeutsch, Missingsch und Hochdeutsch gesprochen. Die ursprüngliche Sprache in Hamburg ist das "Plattdeutsch", das im Mittelalter die offizielle Amtssprache war. Auch heute unterscheidet man noch zwischen unterschiedlichen Dialekten, wie zum Beispiel Finkenwarder Platt (Finkenwerder Platt) und Veerlanner Platt (Vierländer Platt). Heute bemühen sich immer mehr Hamburger, Plattdeutsch als Zweitsprache zu lernen und zu sprechen. Ihr Motto: "Hochdüütsch kann jeden Döösbaddel snacken, Platt is för die Plietschen" (Hochdeutsch kann jeder Dummkopf sprechen, Plattdeutsch nur die Cleveren). Im NDR III Fernsehen gibt es zum Beispiel auch eine Sendung "Talk op Platt", in der nur Platt gesprochen wird.

"Missingsch" ist ein Gemisch aus Hochdeutsch und Niederdeutsch. Die Grammatik ist vorwiegend niederdeutsch und das Vokabular eine Mixtur aus hochdeutschen und niederdeutschen Ausdrücken.

Das in Hamburg gesprochene Hochdeutsch "s-tolpert über den s-pitzen S-tein". Das S vor den Buchstaben p und t wird also nicht wie sch ausgesprochen. Weiterhin bewirkt ein r wie zum Beispiel in Horn, dass das o gedehnt und das r fast zu einem kurzen a degeneriert.

Im 19. Jahrhundert, als es noch Dampfschiffe gab, entstand unter den Hamburger Hafenarbeitern eine Geheimsprache, die "Ketelkloppersprook" genannt wurde. Die Ketelklopper (Kesselklopfer) waren Hafenarbeiter, die die Ablagerungen in den heißen Kesselwänden und -böden abschlugen. Der Sprachforscher Siewert fand heraus, dass in der Ketelkloppersprook das Plattdeutsch nach festen Regeln verfremdet wurde. Sein Buch kann man in den Geschäftstellen des Hamburger Abendblatts für Euro 19,90 erwerben.

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Hamburger Schlachtruf "Hummel Hummel"

Die Historie von Hummel geht auf den Stadtsoldaten Daniel Christian Hummel zurück, der wegen seiner Kriegserzählung bei den Straßenjungen im Stadtteil Neustadt sehr beliebt war. Sie begrüßten ihn stets mit "Hummel Hummel". Nach seinem Tod zog der griesgrämige Wasserträger Johann Wilhelm Bentz (1787 - 1854) in Hummels Wohnung in der Drehbahn 36 ein. Der Hummel-Hummel-Ruf wurde von den Straßenjungen auf ihn übertragen. Er beantwortete diesen Ruf aber mit "Mors, Mors". Dieses plattdeutsche Wort kann am einfachsten mit dem Götz-Zitat umschrieben werden.

Der Ruf und die Antwort sind heute (natürlich außerhalb von Norddeutschland) zum Schlacht- und Erkennungsruf der Hamburger geworden. Das Autokennzeichen "HH" steht selbstverständlich nicht für "Hummel Hummel" sondern für "Hansestadt Hamburg".

Im Rademachergang befindet sich zum Gedenken an "Hummel Hummel" der Hummel-Brunnen von Richard Kuöhl.

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Zitronenjette

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Zitronenjette

Henriette Johanna Marie Müller (1841 - 1916), genannt "Zitronenjette", war ebenso wie Hummel Hummel ein Hamburger Original. Sie verkaufte tagsüber am Grasbrook und nachts in den Neustädter Kneipen Zitronen mit dem Ruf "Zitroon! Zitroon!". Wegen Trunkenheit und geistiger Verwirrung wurde sie 1894 in die Anstalt Friedrichsberg eingewiesen. Bereits 1900 wurde ein nach ihr benanntes Schauspiel im Ernst-Drucker-Theater in St. Pauli aufgeführt.

In der Ludwig-Erhard-Straße (Neustadt in der Nähe von Michel) erinnert ein Denkmal an die Zitronenjette.

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Klein Erna

Klein Erna ist kein Hamburger Original, sondern eine fiktive, aber typische "Hamburger Deern" (Mädchen). Frau Pumeier ist ihre Mutter und Klein Bubi ihr Bruder. In dem Buch "Klein Erna in Tüte" von Vera Möller (1911 - 1998) werden Klein Ernas Geschichten und Erlebnisse in Missingsch beschrieben. Das Buch (urspünglich fünf Bände, heute ein Band mit den besten Geschichten in "Klein Erna - Hamburger Geschichten" von Vera Möller im Verlag Die Hanse, ISBN 3-434-52563-7) soll die Lebensart der breiten Hamburger Bevölkerung widerspiegeln.Ein Beispiel mit dem Titel "In Schule": In Deutschstunde sagte der Lehrer: Wer kann mir einen Satz mit »einfältig« sagen? Nach ne Zeit meldet sich Klein Erna und sagt: Ich weiß ein, Herr Lehrer: Du hast zwei Tropfen an der Nase, ein fällt dich gleich runter!

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Hamburger Aalsuppe

Der Name dieses Gerichtes, das in vielen Hamburger Restaurants angeboten wird, ist irreführend. "Aal" steht in diesem Fall für "alens kümmt rin" (plattdeutsch: alles kommt rein)! Von dieser süßsauren Hamburger Spezialität gibt es auch eine ganze Reihe von Varianten in Holland, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg.

Die Hamburger Aalsuppe enthält Fleischbrühe, viel Suppengemüse, Backobst und etwas Essig. Sie besitzt einen süß-sauren Geschmack. In einigen Rezepten werden beim Kochen der Suppe auch Kopfstücke und Schwanzenden von Räucheraalen hinzugefügt, um einen Rauchgeschmack zu erhalten. Diese Aalteile werden aber nach dem Kochen entfernt! Sie sollten die Hamburger Aalsuppe während Ihrer Feriendialyse in einem guten Restaurant probieren.

Wichtiger Hinweis:In einigen Retaurants enthält die Aalsuppe im Widerspruch zu den bekannten Rezepten auch Aal. Die Ursache dafür ist, dass manche Hamburg-Besucher sich beschwerten, dass die servierte Hamburger Aalsuppe gar keinen Aal enthielte. Falls Sie keinen gekochten Aal mögen, fragen Sie bitte bei der Bestellung, ob die Hamburger Aalsuppe auch Aal enthalte!

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Labskaus

Labskaus ist ein traditionelles Seefahrergericht, das in der Zeit der großen Segelschiffe entstand. Auf diesen Schiffen gab es keine modernen Konservierungsmethoden. Der Name des seit 1701 bekannten Gerichts stammt aus dem Englischen: lobs-course (Speisegang für derbe Männer)

Basis des Labskaus waren gestampftes Pökelfleisch und gestampfte Kartoffeln. Ergänzt wurde das Gericht durch Beilagen: Salzgurken, Rote Bete, Matjes und/oder Spiegeleier. Laubskaus wird auch heute noch in Hamburger Familien zubereitet.

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