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Selbsttest auf Erkrankung der Nieren

Folgende Erscheinungen und Veränderungen können auf eine Erkrankung der Nieren hinweisen und sollten von einem Internisten oder einem Nephrologen (Facharzt für Nierenkrankheiten) untersucht und abgeklärt werden.

Der normale Urin ist klar und gelblich gefärbt, je nach Trinkmenge mehr oder weniger dunkel. Schauen Sie sich Ihren Urin ruhig ab und zu einmal an.

  • Dauerhaft sehr heller Urin: Erläuterung: der Urin wird heller, wenn die Gesamtmenge größer wird, wenn man also viel trinkt, das ist normal. Wenn auch bei normaler oder geringer Trinkmenge der Urin immer hell aussieht, kann das ein Hinweis auf mangelnde Konzentrationsfähigkeit der Nieren sein und sollte untersucht werden.
  • Dauerhaft auffallend dunkler oder gefärbter Urin: Erläuterung: der Urin wird dunkler und konzentrierter, wenn man wenig Flüssigkeit zu sich nimmt oder über Schweiß oder Stuhl viel Wasser verliert. Eine Dunkelverfärbung kann aber auch verursacht sein durch eine Blutbeimengung oder durch Ausscheidung von Medikamenten (z.B. Abführmittel, Vitamine). Nach dem Genuss von Roten Beten kann der Urin sich rot färben. Aber auch bei Lebererkrankungen kann der Urin eine gelb-braune Farbe annehmen.
  • Trüber Urin: Eiweißbeimengungen oder Infektionen können den Urin trüben.
  • Schäumender Urin: Das könnte ein Hinweis auf eine verstärkte, unnormale Eiweißausscheidung über die Nieren sein.
  • Übelriechender Urin: Dieses Symptom tritt häufig bei Infektionen der ableitenden Harnwege (Harnleiter, Blase, Harnröhre) auf. Es ist oft verbunden mit Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen oder bei Beteiligung der Nieren (Nierenbeckenentzündung) mit Schmerzen in der Nierengegend oder Fieber. In dieser Situation sollte man mit dem Besuch bei einem Arzt (Hausarzt, Internist, Urologe, Nephrologe) nicht warten.
  • Zu viel oder zu wenig Urin: Diese Symptomatik ist schwierig zu deuten, weil die Urinmenge sehr stark von der Flüssigkeitsaufnahme und der Ernährung abhängt. Eine zu geringe Urinausscheidung würde bald mit einer Wassereinlagerung einhergehen (s.u.).

Weitere Symptome für eine mögliche Nierenerkrankung:

  • Wassereinlagerung (Ödeme): Die Bildung von Wasserpolstern an den Unterschenkeln, in der Knöchelgegend und an den Füßen kann viele verschieden Ursachen haben. Eine mögliche Ursache sind Nierenerkrankungen. Auf jeden Fall sollte diese Erscheinung ärztlich untersucht werden.
  • Hoher Blutdruck: Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck muss nicht nur abgeklärt, sondern vor allem behandelt und normalisiert werden. Ein Bluthochdruck tritt bei vielen Nierenerkrankungen auf.
  • Anhaltende Kopfschmerzen und Sehstörungen: Beide Erscheinungen haben sehr unterschiedliche Ursachen, können aber auch Folgen eines nicht erkannten oder nicht ausreichend behandelten Bluthochdrucks sein.

Alle oben angeführten Veränderungen, Erscheinungen und Symptome sind nicht zwingend durch eine Erkrankung der Nieren verursacht, sollten aber in jedem Fall Anlass für einen Arztbesuch sein. Eine rechtzeitige Untersuchung, Abklärung und anschließende Behandlung kann schlimmere Entwicklungen verhüten. Nierenerkrankungen verlaufen im Anfangsstadium häufig schleichend mit nur wenigen sichtbaren Veränderungen. Symptome treten oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf.

 


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